2007-07-05

Vier 8000 Meter Gipfel ohne zusätzlichen Sauerstoff

Von MH @ 14:29 [ Expedition ]

Heute werden Mike Horn, Jean Troillet und Fred Roux für eine neue spannende Herausforderung aufbrechen. Sie werden versuchen nacheinander auf 4 Himalaya Gipfel zu klettern ohne zusätzlichen Sauerstoff zu verwenden.

 

Verfolgen Sie die Expedition unter http://www.mikehorn.com

 

Mike Horn Team

2007-04-25

Wieder zurück zuhause!

Von MH @ 21:39 [ Expedition ]
Spät am letzten Sonntagabend, den 22. April kamen Mike, Cathy und die Mädchen am Flughafen in Genf an.
„Der Nordpol war eine wundervolle Erfahrung! Nie zuvor waren wir unter solch wilden Bedingungen und fühlten uns so ungeschützt inmitten der Natur. Skifahren über die arktische Eisdecke, überqueren von Spalten im Eis und die Gebiete mit offenem Wasser, die spektakulärste Landschaft mit überall Eisbärspuren, gibt spezielle Gefühle und Empfindungen, die schwierig in Worten zu erklären sind. Die Emotionen waren gross in unserer kleinen Familieneinheit. Wir teilten sehr spezielle Momente in der gegenseitigen Begleitung und solche Momente untereinander sind selten und weit weg in den normalen Lebenssituationen.
 
Die Schwierigkeiten die die Anderen auf dem Eis hatten, half uns zu verstehen welche Erfahrung und welches Wissen notwendig sind, wenn jemand die polaren Regionen erforschen will. Wir hatten wirklich einen riesen Respekt vor Mike, der uns garantierte, dass wir sicher waren, nie zu kalt und gab uns jederzeit das Gefühl von Sicherheit. Wir hätten nicht besser geführt werden können!
Vielen Dank für alle Unterstützung von den Lesern des Blogs und unser Team, daheim im Büro, die garantierten das alles funktionierte während unserer Abwesenheit.
Wir werden uns die nächsten Wochen zurückziehen und hoffen, dass wir Zeit finden um in Mikes nächsten Projekt weiterzukommen und geniessen den wunderbaren Frühling in der Schweiz.“
Viele Grüsse von der Familie Horn,
 
Mike, Cathy, Annika and Jessica
 
Speziellen Dank auch an unsere Partner für ihre Unterstützung:
Eider, Julbo, Mercedes, Miauton, Officine Panerai, Petzl, Salomon, Swisscom Innovation 
 
Speziellen Dank  an alle die uns Ausrüstung, Essen und Kleider zur Verfügung stellten :
Coleman, Energizer, Exped, Jockey, Katadyn, Kellogg's, Mammutt (Schlafsäcke), Morand, Noël Fourrures, Smartwool, Sony, Villars Chocolat

2007-04-17

Die Flaggen wurden gesetzt!

Von MH @ 20:41 [ Expedition ]

Nachdem sie seit Freitagnacht in einem Sturm am Nordpol festgehalten wurden, konnten Annika, Jessica, Cathy und Mike endlich ihre Flaggen gestern Morgen an der Spitze der Erde setzen. Die Wetterbedingungen hatten sich Sonntagnacht verbessert.

Die drei Girls sind Neuseeländerinnen, Mike ist Südafrikaner und sie wohnen seit vielen Jahren in der Schweiz. Aus diesem Grund setzten sie stolz die Flaggen, die die 3 Länder repräsentieren, am Nordpol.

Sobald sie diesen symbolischen Akt ausgeführt hatten, musste die ganze Familie ihr Camp packen, die ganze Ausrüstung in den Schlitten verstauen, weil die Russen schon unterwegs waren ums sie abzuholen und nach Barneo Base zu bringen.

Mike verbrachte dort schon letztes Jahr einige Tage am Ende seiner Expedition mit Borge Ousland. Somit traf er dort viele Freunde. Mit ihnen zusammen feierten Mike, Cathy und die Mädchen den Erfolg ihrer Expedition. Wodka für die Eltern, Cola und ein Video für die Mädchen!!!

Die Hubschrauber brachten gestern merhere andere Leute für Expeditionen auf das Polareis.

Die Horn Familie ist nicht alleine in den Barneo Zelten und sie verbringen einige Zeit mit Thomas Ulrich und Jeans-Louis Etienne.

"Die Atmosphäre ist super und es ist ein Vergnügen gute Suppe zu essen und die Möglichkeit zu haben in den grösseren Zelten aufrecht zu stehen" erzählten sie uns. "Die Landschaft ist schön, doch die Wetterspezialisten kündigen schon einen neuen Sturm für die nächsten Tage an. Wir werden vielleicht noch für einige weitere Tage hier aufgehalten".

Und es wurde bestätigt, Mike, Cathy und die Mädchen werden für mindestens 2 weitere Tage auf der Eiskappe in Barneo Base festgehalten und ihre Rückkehr in die Schweiz wird verschoben. Die Mädchen lernen einen anderen Aspekt der Expeditionen ihres Vaters kennen, Geduld!

Annika, Jessie, Cathy und Mike werden auch weitere Neuigkeiten über ihre Expedition mitteilen und weitere Geschichten erzählen bis zu ihrer Ankunft in der Schweiz.

MIt freundlichen Grüssen das Mike Horn Team

Und hier noch die neusten Bilder die wir empfangen haben!


2006-04-05

5.4.2006: Heute geht es auf die Rückreise!

Von MH @ 20:05 [ Expedition ]
Nachdem die beiden Abenteurer lange auf der Borneo Basis gewartet haben, gaben die russischen Einsatzleiter grünes Licht für eine Landung eines kommerziellen Fluges. Heute morgen gegen 11 Uhr MEZ sollten Borges und Mikes Familien mit Freunden und Sponsoren auf Borneo angekommen sein. Nach einigen Stunden auf dem Eis und dem freundlichen Wiedersehen geht es dann sogleich zurück ins Flugzeug und von dort via Norwegen in die Schweiz. Neuigkeiten werden folgen...

2006-03-31

Warten, warten, warten...

Von MH @ 19:15 [ Expedition ]
"Es war eine lange Woche," sagt Mike. "Wir sind am 25. an der russischen Basis angekommen und seither warten wir. Wir warten auf unsere Familien und Freunde, welche am 2. April ankommen und uns nach Hause mitnehmen sollten.

Es war wirklich interessant eine Woche mit den Russen auf der Basis zu verbringen. Sie waren wirklich nett mit uns und wir versuchten wenn immer möglich nützlich zu sein. Unsere russisch Vokabeln kommen langsam zurück, womit wir uns ziemlich gut untereinander verstehen.

Wir haben das Gefühl, dass es hier sehr kalt ist, obwohl es keine Unterschiede im Gegensatz zu unserer Expedition gibt. Es ist komisch, dass seit wir uns nicht mehr auf dem Eis bewegen, wir nicht mehr an die Kälte gewöhnt sind! Zusätzlich finden wir die Temperatur in den russischen Zelten nach wie vor zu warm. Zu lange können wir nicht darin bleiben, aber von Zeit zu Zeit ist es ziemlich angenehm.
Wir haben uns gut von diesem langen Trip erholt. Etwas abgemagert sind wir; wir sehnen uns nach gutem Essen und darauf richtig zuschlagen zu können. Borge und ich haben jeder etwa acht Kilo abgenommen. Wir warten gespannt auf ein Packet aus der Schweiz, gefüllt mit Schokolade, Kuchen, Chips, Käse etc. und springen jedes Mal aus dem Zelt wenn ein Flieger vorbeizieht und hoffen, dass es runtergeworfen wird. Es ist aber noch nicht angekommen und wir warten weiter. Diese Warterei ist eine einzige Qual. Auf einer der Bilder sieht ihr, wie Borge sehnsüchtig den Himmel absucht.

Die Russen haben einen zweiten Traktor geschickt und dieses Mal verlief es wie erwünscht. Die Fallschirme öffneten sich und der Traktor landete sicher am Boden. Ziemlich beeindruckend wenn man sieht wie ein Traktor vom Himmel fällt! Jetzt ist er da und die Russen haben sofort damit begonnen die Landebahn zu präparieren, womit alles bereit sein soll damit ein Flugzeug am Sonntag hier landen kann.

Das war alles von mir für heute. Ich freue mich bald alle wiedersehen zu können, wenn ich zu Hause in der Schweiz bin."

Mike

2006-03-27

27. März: Vorbereitung für die Rückkehr

Von MH @ 21:06 [ Expedition ]

O126°29'19.2" N89°28'5.9"
"Dies wird mehr oder weniger unsere Position sein, wo wir bis am 2. April warten werden müssen.

Borge und ich, wir gewöhnen uns langsam an die menschlichen Geräusche um uns herum, obwohl man sich hier wie im Niemandsland fühlt. Aber die letzten zwei Monate hatten wir nur uns als Begleitung und wir sprachen nicht viel miteinander.

Es ist nur eine Frage der Zeit bis wir realisieren werden, dass die Expedition zu Ende ist und unser Leben nicht mehr nur von uns beiden abhängt. Wir hatten uns schnell aneinander gewöhnt und es gab während der ganzen Expedition keine Auseinandersetzung im Zelt.

Es wird schwieriger sein mich wieder an mein Bett zu gewöhnen und nicht die ganze Zeit das "Hast du das eben gehört?" während der Nacht zu Ohren bekommen, oder der nervende Ton des Weckers nach nur fünf Stunden Schlaf, welcher uns den Beginn eines neuen Tages einläutete. Bei -30°C aus dem Schlafsack zu schlüpfen, gefrorene Schuhe und Kleider anzuziehen, rausgehen und zwölf Stunden laufen, mit der Stirnlampe als einziger Lichtquelle wenn kein Mond oder Stern am Himmel war, starke Winde und die Eisverschiebung; es war wirklich eine grosse Herausforderung.

Borge und ich waren ein hochmotiviertes Team und wir hatten nur ein Ziel vor Augen: an den Nordpol zu gelangen. Wir wussten, dass es keinen zweiten Versuch geben würde. Wie zwei eigenständige Sportler arbeiteten wir anhand der Stärken eines jeden um die Expedition mit Erfolg zu beenden.

Borge wird in meinen Augen einer der grössten Forscher des arktischen Ozeans bleiben. Es war eine grosse Ehre für mich, diese Expedition mit ihm teilen zu können.

Wenn wir an die Expedition zurückdenken, verstehen wir, wie wir täglich in unseren kleinen Konfort lebten, mit nur unseren eigenen Gedanken und Zielen im Kopf. Man denkt nicht mehr an die anderen, welche die harte Arbeit zu Hause erledigten, die Sponsoren und Freunde die alles ermöglichten. Ich kann mich unmöglich gebührend bedanken in dieser Nachricht, aber ihr wisst wer ihr seid und ich werde es nach meiner Heimkehr persönlich noch nachholen. Die Gruppe hinter uns war genauso motiviert wie wir; dies beflügelte uns auf unserem Trip. Wir sind alle emotional verbunden und die ganze Mühe kam von Herzen. Vielen Dank an euch für das alles!

Nun ist die Mitternachtssonne eingetreten und die Tatsache, dass wir die Dunkelheit und das Tageslicht erlebt haben, haben uns zwei verschiedene Welten aufgezeigt. Der bekannte Spruch, in welchem man das Licht am Ende des Tunnels sieht, hat wohl noch nie mehr Sinn gehabt!

Nur noch eines müssen wir noch haben: Geduld, bis unsere Familien und Freunde uns abholen kommen.

Dies wird das neue Kapitel in der arktischen Geschichte noch ergänzen.

Beste Grüsse!"

Mike

2006-03-26

26. März 2006: Nachrichten von Mike von Borneo Base

Von MH @ 22:33 [ Expedition ]
"Entschuldigung, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Nach der Ankunft mussten Borge und ich den ganzen Tag auf den Helikopter warten, welcher uns zur Borneo Basis hätte bringen sollen. Unsere ganze Ausrüstung sowie die Telefone waren gut verpackt, aber die Russen kamen später als erwartet, weil sie Probleme hatten Material an der Borneo Basis abzuwerfen.

Jedes Jahr, am Anfang des Frühlings, bauen die Russen eine Landebahn in der Nähe des Nordpols, damit grosse Flieger eine Menge Touristen einfliegen können. Sie fliegen von Murmansk mit zwei Helikoptern ab und danach noch mit einem Jumbo von Longyearbyen (Spitzbergen), um Nahrung, Material, Benzin und sogar einen Traktor, welchen sie brauchen um die Landebahn zu glätten, aus der Luft runterzulassen. Dies wurde alles gestern erledigt und es lief nach Plan, bis sie den Traktor ablassen wollten. Leider gingen dabei die Fallschirme nicht auf, der Traktor zerbarch in seine Einzelteile als er auf dem Eis aufstiess. Nach diesm Unfall kamen sie uns dann holen. Der Flug dauerte nur 15-20 Minuten und wir sind nun bei N89°32'- mit anderen Worten sehr Nahe am Nordpol.

Somit sind wir wieder zur Zivilisation zurückgekehrt. Es war ein sonderbarer Moment als wir vom Eis abhoben und verstanden: das wars! Die Expedition war wirklich zu Ende und wir haben tatsächlich erreicht was wir uns vorgenommen hatten. Wir wurden von den Russen herzlich empfangen und sie brachten uns in ein anscheinend geheiztes Zelt, in welchem es sehr viel Lärm und Rauch hatte. Eigentlich hatten wir vorgesehen in den aufgebauten grossen Zelten zu bleiben, aber es war einfach zu warm für uns. Ob ihr es galubt oder nicht, aber wir zogen es vor wieder draussen in unserem kalten Zelt zu schlafen, wie wir es die vorangegangenen 61 Tage gemacht hatten.

Bevor wir uns ins Zelt zurückzogen, genossen wir ein Mahlzeit bestehend aus Wurst und Brot mit unseren neuen Freunden, tranken die traditionelle Wodka (wenn auch nicht zu viel) und hatten es lustig mit unseren Gastgebern auf Russisch zu sprechen oder alle russischen Wörter, welche wir auf vergangenen Expedtionen aufgeschnappt hatten, aufzusagen. Wir hatten einen fantastischen Abend!

Im Moment könne wir nichts anderes machen als warten. Wir müssen eine weitere Woche auf der Borneo Basis verweilen, bis die erste Maschine hier landen und uns heimbringen kann. Auf diesem Flug werden unsere Familien, Freunde, Journalisten und Sponsoren sein. Sie werden am 2. April ankommen. Somit haben die Russen genügend Zeit einen neuen Traktor einzufliegen und wir um unser Russisch aufzubessern. Wir freuen uns heimzukehren, um mit unseren Familien zu sein; gleichzeitig sind wir aber auch glücklich noch einige Tage auf dem Eis zu verbringen, uns auszuruhen, zusätzliche Kalorien zu essen und uns an die Idee zu gewöhnen, dass bald in die Zivilisation zurückkehren werden.

Ich werde versuchen ein paar Fotos von der Borneo Basis zu schicken.

Beste Grüsse an euch alle!"

Mike












2006-03-23

61. Tag: Ankunft am Nordpol

Von MH @ 18:36 [ Expedition ]
Am 22. Januar starteten Mike und Borge vom Kap Artichesky zu ihrer Nordpol-Expedition.
Am heutigen Tag (17 Uhr Schweizer Ortszeit) erreichen Mike und Borge ihr langersehntes Ziel - den Nordpol - und schreiben Geschichte.
Sie sind die ersten Menschen die eine Expedition zum Nordpol während der Polarnacht absolviert haben.
Bei arktischen Temperaturen von bis zu -50C und grösstenteils vollständiger Dunkelheit, dauerte die Expedition 61 Tage. Während dieser Zeit legten die beiden Extremsportler rund 1000 km auf Skiern zurück. Die Expedition war begleitet von vielen Zwischenfällen, unter anderem Bärenattacken, Skireparaturen und letztendlich Mikes Erkrankung. Dennoch vermochte keiner dieser Zwischenfälle Mike und Borge aufzuhalten.

Das Team harmonierte hervorragend und arbeitete wie ein schweizer Uhrwerk. Nicht zuletzt war die Kombination der Erfahrung von Borge, dem König des Packeis und von Mike, dem Navigator, der Schlüssel zum Erfolg.
Dank der Zusammenarbeit zwischen Mike und Swisscom konnte die Expedition zum ersten Mal 'live' von zu Hause miterlebt werden und vermochte viele Personen zu begeistern.

Swisscom gratuliert den beiden Extremsportlern zu ihrer beachtlichen Leistung.



Interview mit Mike

Mike rief vom 90. Breitengrad an: “Es ist grossartig endlich am Nordpol zu stehen. Dieser mystische Ort erfüllt alle Erwartungen. Unglaublich hier draussen!! Borge und ich sind sehr weit gelaufen und die Bedingungen waren extrem hart- aber wir haben es geschafft! Ich kann euch gar nicht sagen wie glücklich ich bin! Wir sind ganz alleine hier, auf der obersten Spitze der Erde.”

“Es war eine ereignisreiche Expedition. Wir mussten viele Tage in der totalen Dunkelheit laufen, trafen mehrere Eisbären, hatten Probleme am Material, schwammen durch offene Stellen im Eis, und all dies bei sehr tiefen Temperaturen bis zu –50°C. Wir werden sicherlich viel zu erzählen haben wenn wir zurück sind..”

“Borge und ich arbeiteten gut zusammen, beide mit viel Erfahrung ausgerüstet. Es war nicht immer einfach, aber wir brachten Wissen und Erfahrung zusammen und fanden schlussendlich immer einen erfolgreichen Weg. Es war eine grosse Reise und ich bin froh diese mit Borge geteilt zu haben.”

Während 61 Tagen liefen sie zehn bis zwölf Stunden täglich und zogen dabei ihre 160 Kg schweren Schlitten durch den arktischen Winter bei Temperaturen von manchmal –50°C. Mikes und Borges Körper spüren nun die schwere Belastung. Weil sie seit dem Beginn nur zwei Ruhetage einlegten, brauchen sie nun viel Erholung. Sie leiden an kleineren Erfrierungen, um welche sie sich kümmern müssen und sie müssen ihre Körper täglich mit Flüssigkeit und Vitaminen füllen.

“Wir haben entschieden ein paar Tage am Pol zu zelten. Wir haben hart gearbeitet und wollen uns etwas zurücklehnen und unser Erreichtes geniessen ”

“Die Russen werden uns in ein paar Tagen mit Helikoptern abholen und bringen uns dann zur schwimmenden Landepiste Barneo Base, ungefähr 100 Km vom Nordpol entfernt. Wir werden dann dort eine weitere Woche warten müssen bis der erste kommerziele Flug hinfliegen kann. Dieser Flug wird mit unseren Familien, Freunden, Journalisten und Sponsoren gefüllt sein. Wir werden eine grosse Feier auf dem Eis haben bevor wir nach Europa zurückfliegen.”

“Unser Dank geht an alle die Borge und mich unterstützt haben während der Expedition, an alle die uns E-Mails geschrieben haben, an unsere Sponsoren und natürlich an unsere Familien!”


... und hier schon die ersten Bilder die Mike gesendet hat




2006-03-22

60. Tag: Mike fühlt sich besser!

Von MH @ 23:30 [ Expedition ]
Mike rief heute Abend mit sehr guten Nachrichten an: "Ich fühle mich besser," sagte er; und er tönte sehr ermutigt. "Ich wachte heute Morgen auf und fühlte mich noch sehr lausig; es verbesserte sich jedoch den ganzen Tag hindurch ständig. Alle meine starken Schmerzen verschwanden und ich habe auch wieder Appetit. Die Antibiotikas haben schliesslich gewirkt. Ich war etwas besorgt, aber nun sieht es so aus, als ob alles ins Lot kommt."

...und dies gerade rechtzeitig...

Mit nur noch verbleibenden 21 Km, bedeutet dies dass Mike und Borge morgen am Nordpol ankommen werden! Während 60 Tagen haben sie nun 1000 Km auf dem gefrorenem arktischen Ozean auf Skiern zurückgelegt, dies bei ungünstigen Bedingungen und in den dunkelsten Monaten des Winters.

"Wir werden langsam aufgeregt. Es wird sich erst wieder legen, wenn wir morgen angekommen sein werden. Es war ja ein ziemlich langer Ausflug! Borge ist 42 Jahre alt, sieht nun aber aus wie 80; ich bin 39 und sehe aus wie 90! (Mike lacht).

Wir sind heute auf Nordpoleis gekommen. Borges scharfes Auge bemerkte dies sofort. Es hat nach wie vor einige offene Stellen im Eis, wir mussten aber nicht schwimmen. Ich denke nicht, dass ich dies heute bewältigen hätte können!
Das Wetter war überhaupt nicht wie vorhergesagt. Heute hatten wir Winde aus Westen von 4-5m/s und eine südliche Eisverschiebung, sowie eine Temperatur von -22°C. Morgen sind Winde aus Nordosten mit 8m/s zu erwarten. Wir hoffen, dass diese Vorhersage ebenfalls falsch sein wird.

Wir haben N89°48'39" O87°25'34" erreicht und sind für die letzte Strecke hochmotiviert. Morgen werden wir an den Nordpol gelangen, während wir die Mitternachtssonne geniessen können. Es bleibt nicht mehr viel zu sagen. Es ist einfach grossartig zu wissen, dass ich jetzt den letzten Lauftag ohne Schmerzen geniessen kann. Dies mit meinem Freund Borge und werden wir den Moment, an dem wir am Nordpol ankommen, vollends auskosten.

Bis morgen!!!"

Mike

2006-03-21

59. Tag: Der Wille als Antreiber

Von MH @ 23:59 [ Expedition ]
Mike rief um 21.00 Uhr an, nachdem die beiden den ganzen Tag gelaufen waren. "Wir haben das Zelt bei N89°35'19" O 79°37'43 aufgestellt; 25 Km sind wir weiter gekommen." Seine Stimme klang klar besser als gestern. Aber er meinte, dass er sich nicht besser fühle als gestern aber, und dies ist wohl das wichtigste, auch nicht schlechter. Er nimmt weiterhin die Antibiotika dreimal täglich und wir hoffen, dass ab morgen eine Verbesserung ersichtlich ist.

"Ich bin den ganzen Tag gelaufen. Ich fühle mich schwach und hatte entweder zu warm oder zu kalt. Ich trage jedes Kleidungsstück um meine Körpertemperatur so hoch wie möglich zu halten. Mein Körper scheint nur noch wegen meinem Willen zu funktionieren. Wir haben den Rythmus nicht verlangsamt und wir laufen nach wie vor unsere durchschnittliche Distanz.

Heute hatte es gar keine Winde und die Temperatur belief sich auf -28°C. Die Wettervorhersage sieht für morgen Südwinde voraus (5m/s) was sehr positiv für uns ist. Danach jedoch wieder Nordostwinde. Unser Ziel ist, morgen so weit wie möglich zu kommen und dann weiter durch die Nordostwinde bis an den Pol. Eigentlich wäre ein Ruhetag das beste für meinen Körper, aber wir wollen vorankommen wegen dem wechselnden Wetter. Es ist besser für uns jetzt zu laufen, während es gut läuft.

Der Frühling ist eingetreten und die Sonne ist 24 Stunden am Tag am Himmel. Wir haben vorher nicht bemerkt, dass das was wir vorher sahen nur die Reflektierung der Sonne war. Jetzt, nach drei Monaten können wir die richtige Sonne sehen und es ist etwas ganz Anderes. Zum ersten Mal haben wir gestern Schatten gesehen. Man hat das Gefühl als spüre man die Wärme in den Sonnenstrahlen, dem ist aber nicht so. Es ist wirklich die verblüffendste Sicht.

Wir werden nun versuchen etwas zu essen. Rühreier und viel Flüssigkeit stehen auf dem Menu- vom Arzt verschrieben!"

Cheers!

Mike

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